Plötzlich gehen Licht, Internet und elektrische Geräte aus. Jetzt kommt es vor allem darauf an, Ruhe zu bewahren, die Ursache einzugrenzen und vermeidbare Gefahren auszuschließen. Meist werden Stromausfälle innerhalb weniger Stunden behoben. Bei größeren Schäden kann die Unterbrechung jedoch länger dauern.
In diesem Leitfaden erfährst du, was du bei einem Stromausfall sofort tun solltest, wer für die Störungsmeldung zuständig ist und wie du mit Kühlschrank, Heizung, Handy und elektrischen Geräten umgehst. Außerdem erhältst du eine kompakte Checkliste für die Vorbereitung.
Inhaltsverzeichnis
- Stromausfall: Das solltest du jetzt sofort tun
- Ist nur deine Wohnung betroffen?
- Stromausfall melden: Wer ist zuständig?
- Elektrische Geräte richtig ausschalten
- Kühlschrank und Gefrierschrank beim Stromausfall
- Licht, Handy und Informationen sichern
- Was passiert mit Heizung, Wasser und Aufzug?
- Diese Fehler können gefährlich werden
- Wenn der Strom mehrere Stunden ausfällt
- Wenn der Strom wieder da ist
- So bereitest du dich auf einen Stromausfall vor
- Stromausfall oder Blackout: Wo liegt der Unterschied?
- Häufige Fragen zum Stromausfall
- Fazit
Stromausfall: Das solltest du jetzt sofort tun
Wenn der Strom ausfällt, helfen dir diese Schritte dabei, die Lage schnell einzuschätzen:
- Sorge für sicheres Licht. Verwende möglichst eine Taschen- oder Stirnlampe. So vermeidest du Stürze und kannst dich sicher zum Sicherungskasten bewegen.
- Prüfe den Umfang des Ausfalls. Funktioniert nur eine Steckdose nicht, ist die gesamte Wohnung betroffen oder ist auch im Treppenhaus und bei den Nachbarn der Strom weg?
- Kontrolliere Sicherungen und FI-Schalter. Das ist sinnvoll, wenn offenbar nur deine Wohnung betroffen ist.
- Schalte gefährliche Geräte aus. Kontrolliere besonders Herd, Backofen, Bügeleisen, Waschmaschine und elektrische Heizgeräte.
- Trenne empfindliche Geräte vom Netz. Computer, Fernseher und andere Elektronik können ausgeschaltet oder ausgesteckt werden, sofern das gefahrlos möglich ist.
- Halte Kühlschrank und Gefrierschrank geschlossen. Jedes Öffnen lässt zusätzliche Wärme hinein.
- Informiere dich über die Störung. Prüfe die Internetseite oder Störungshotline des örtlichen Netzbetreibers, solange Mobilfunk und Internet funktionieren.
- Spare den Handy-Akku. Reduziere die Bildschirmhelligkeit und vermeide unnötige Videos, Spiele und Telefonate.
- Achte auf Menschen, die Hilfe benötigen. Das betrifft beispielsweise ältere Nachbarn, kleine Kinder oder Personen mit stromabhängigen medizinischen Geräten.
- Nutze den Notruf nur bei einer echten Gefahr. Ein gewöhnlicher Stromausfall ist kein Grund, 112 oder 110 anzurufen.
Ist nur deine Wohnung betroffen?
Bevor du von einer größeren Netzstörung ausgehst, solltest du prüfen, wie weit der Ausfall reicht.
Teste zunächst eine Lampe in einem anderen Raum. Schaue anschließend in den Sicherungskasten. Ist ein Leitungsschutzschalter oder der FI-Schalter herausgesprungen, kann ein defektes Gerät oder eine Überlastung die Ursache sein.
Schalte betroffene Geräte aus oder ziehe deren Stecker. Danach kannst du versuchen, den ausgelösten Schalter einmal wieder einzuschalten. Springt er sofort erneut heraus, lasse ihn ausgeschaltet. Wiederholtes Einschalten kann gefährlich sein und behebt die Ursache nicht.
An Hauptsicherungen, offenen Leitungen oder beschädigten Verteilern solltest du niemals selbst arbeiten. Bei Brandgeruch, sichtbaren Schäden, Funken oder ungewöhnlichen Geräuschen ist fachliche Hilfe erforderlich.
Sind auch das Treppenhaus, andere Wohnungen oder benachbarte Gebäude dunkel, handelt es sich wahrscheinlich um eine größere Störung.
Bei Tageslicht können ausgefallene Straßenbeleuchtung, Ampeln oder Geschäfte weitere Hinweise geben.

Stromausfall melden: Wer ist zuständig?
Für eine Störung im öffentlichen Stromnetz ist normalerweise der örtliche Netzbetreiber zuständig. Das ist nicht unbedingt das Unternehmen, von dem du deinen Stromvertrag oder deine Rechnung erhältst.
Viele Netzbetreiber bieten eine Online-Störungskarte oder eine Störungshotline an. Die Kontaktdaten findest du häufig auf deiner Stromrechnung, am Zählerkasten oder über eine Internetsuche nach deinem Wohnort und dem Begriff „Netzbetreiber“.
Betrifft der Ausfall nur dein Mehrfamilienhaus, können zusätzlich Hausverwaltung, Vermieter oder Hausmeister der richtige Ansprechpartner sein.
Die Notrufnummern sind für akute Gefahren vorgesehen, beispielsweise:
- Brand oder Rauchentwicklung
- medizinischer Notfall
- Person in einem Aufzug eingeschlossen
- beschädigte Stromleitung
- Stromschlag oder unmittelbare Gefahr für Menschen
Melde dem Notruf möglichst knapp, was passiert ist und wo sich die Gefahr befindet.
Elektrische Geräte richtig ausschalten
Einige Geräte können beim Stromausfall in einer eingeschalteten Stellung bleiben. Sobald der Strom zurückkehrt, nehmen sie ihren Betrieb möglicherweise unbemerkt wieder auf.
Kontrolliere deshalb besonders:
- Herd und Backofen
- Bügeleisen
- Waschmaschine und Trockner
- Geschirrspüler
- elektrische Heizgeräte
- Werkzeuge und Maschinen
- Kaffeemaschine und Wasserkocher
Empfindliche Elektronik wie Computer, Fernseher oder Spielekonsolen kannst du ausschalten und gegebenenfalls vom Netz trennen. Das reduziert das Risiko von Problemen durch Spannungsschwankungen beim Wiederanlaufen des Netzes.
Eine Lampe darf eingeschaltet bleiben. An ihr erkennst du, wann die Stromversorgung zurückgekehrt ist.
Wenn wieder Strom fließt, solltest du nicht alle Geräte gleichzeitig einschalten. Nimm sie nacheinander in Betrieb und achte auf ungewöhnliche Geräusche, Gerüche oder Fehlermeldungen.
Kühlschrank und Gefrierschrank beim Stromausfall
Halte die Türen von Kühlschrank und Gefrierschrank möglichst geschlossen. Dadurch bleibt die vorhandene Kälte länger im Gerät und die Lebensmittel erwärmen sich langsamer.
Wie lange Lebensmittel sicher bleiben, lässt sich nicht mit einer einzigen Stundenangabe beantworten. Entscheidend sind unter anderem:
- Ausgangstemperatur
- Füllstand und Isolierung des Geräts
- Raumtemperatur
- Dauer des Stromausfalls
- Häufigkeit des Öffnens
- Art der Lebensmittel
Leicht verderbliche Produkte wie rohes Fleisch, Fisch, bestimmte Milchprodukte und zubereitete Speisen benötigen besondere Vorsicht. Wenn du nach einem längeren Ausfall nicht sicher beurteilen kannst, ob ein Lebensmittel noch unbedenklich ist, solltest du es nicht mehr verwenden.
Geruch und Aussehen allein reichen nicht immer aus, um gesundheitsschädliche Keime zu erkennen. Bei empfindlichen Lebensmitteln ist es besser, im Zweifel vorsichtig zu entscheiden.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt ebenfalls, Kühl- und Gefrierschrank während des Stromausfalls möglichst geschlossen zu halten. Weitere Hinweise findest du im Ratgeber „Was tun bei Stromausfall?“.
Licht, Handy und Informationen sichern
Eine Taschenlampe ist bei einem Stromausfall meist sicherer als eine Kerze. Besonders praktisch ist eine Stirnlampe, weil beide Hände frei bleiben.
Wenn du Kerzen verwendest:
- stelle sie auf einen festen, nicht brennbaren Untergrund
- halte Abstand zu Vorhängen, Papier und Möbeln
- lasse sie niemals unbeaufsichtigt
- halte Kinder und Haustiere fern
- lösche sie vor dem Schlafengehen
- lüfte den Raum regelmäßig
Dein Smartphone ist gleichzeitig Kommunikationsmittel, Informationsquelle und Taschenlampe. Gehe deshalb sparsam mit dem Akku um:
- Bildschirmhelligkeit reduzieren
- Energiesparmodus aktivieren
- WLAN und Bluetooth ausschalten, wenn sie nicht benötigt werden
- Videos und andere datenintensive Anwendungen vermeiden
- Nachrichten bevorzugt per SMS oder Messenger senden
- nur zu vereinbarten Zeiten nach neuen Informationen schauen
Solange das Netz funktioniert, können die Internetseite des Netzbetreibers, lokale Medien und offizielle Warn-Apps Hinweise liefern. Bei einem längeren Ausfall können Mobilfunk und Internet jedoch eingeschränkt sein. Ein Batterie- oder Kurbelradio ist deshalb eine sinnvolle Ergänzung.
Wie du ohne Internet informiert bleibst, erklären wir im Ratgeber zum Notfallradio bei Stromausfall.
Was passiert mit Heizung, Wasser und Aufzug?
Auch Gas-, Öl- und Fernwärmeheizungen benötigen häufig Strom für Steuerung, Pumpen oder Gebläse. Ein Stromausfall kann deshalb dazu führen, dass die Heizung trotz vorhandenen Brennstoffs nicht mehr arbeitet.
Wenn die Heizung ausfällt
Bei kaltem Wetter helfen zunächst einfache Maßnahmen:
- mehrere Kleidungsschichten tragen
- Mütze und warme Socken anziehen
- Decken und Schlafsäcke verwenden
- gemeinsam einen Raum nutzen
- Türen zu wenig genutzten Räumen schließen
- trotzdem regelmäßig kurz lüften
Verwende keine improvisierten Feuerstellen oder ungeeigneten Heizgeräte. Gasbetriebene Geräte dürfen in Innenräumen nur eingesetzt werden, wenn sie ausdrücklich dafür vorgesehen sind und sämtliche Hersteller- und Sicherheitsvorgaben eingehalten werden.
Wasser und Toiletten
Die Wasserversorgung kann zunächst weiter funktionieren. In Gebäuden mit elektrischen Pumpen oder bei einem längeren Ausfall sind jedoch Einschränkungen möglich. Warmwasser steht häufig nicht mehr zur Verfügung. Auch Toilettenspülungen können je nach Gebäude- und Versorgungstechnik betroffen sein.
Aufzüge und medizinische Geräte
Benutze während eines Stromausfalls möglichst keinen Aufzug. Bleibt eine Person im Aufzug stecken, sollte sie die Notruftaste verwenden und auf professionelle Hilfe warten. Aufzugtüren oder Schachttüren dürfen nicht eigenständig geöffnet werden.
Menschen, die auf stromabhängige medizinische Geräte angewiesen sind, benötigen einen vorher abgestimmten Notfallplan. Dazu gehören Ersatzstrom, Ansprechpartner und gegebenenfalls eine alternative Unterkunft. Entsteht eine akute gesundheitliche Gefahr, ist der Notruf 112 zuständig.
Diese Fehler können gefährlich werden
Einige vermeintlich praktische Lösungen verursachen bei Stromausfällen erhebliche Brand- oder Vergiftungsgefahren.
Niemals in geschlossenen Räumen grillen
Holzkohle- und Gasgrills gehören nicht in Wohnungen, Keller oder Garagen. Bei der Verbrennung kann Kohlenmonoxid entstehen. Dieses Gas ist weder sichtbar noch riechbar und kann tödlich wirken.
Geöffnete Fenster oder Garagentore machen den Betrieb nicht sicher. Der Deutsche Feuerwehrverband warnt deshalb ausdrücklich davor, Grills oder Stromaggregate in geschlossenen Räumen zu verwenden. Hinweise des Deutschen Feuerwehrverbandes
Campingkocher nur bestimmungsgemäß verwenden
Mit Brennstoff betriebene Campingkocher dürfen nicht ohne Weiteres in Innenräumen eingesetzt werden. Beachte den vorgesehenen Einsatzort und sämtliche Herstellerhinweise. Für das Kochen in der Wohnung sind haltbare Lebensmittel, die kalt gegessen werden können, die sicherere Grundlage.
Stromaggregate gehören ins Freie
Benzin- oder Dieselaggregate erzeugen ebenfalls giftige Abgase. Sie dürfen nicht in Wohnungen, Kellern oder Garagen betrieben werden. Auch auf Balkonen kann das Abgas in Wohnräume gelangen.
Eine Einspeisung in die Hausinstallation darf nur über eine dafür vorgesehene technische Einrichtung erfolgen. Improvisierte Verbindungen mit Steckern oder Verlängerungskabeln können Menschen und Einsatzkräfte gefährden.
Sicherungen nicht wiederholt einschalten
Löst ein Schutzschalter nach dem Wiedereinschalten erneut aus, liegt wahrscheinlich weiterhin ein Fehler vor. Lasse den betroffenen Stromkreis ausgeschaltet und verständige eine Elektrofachkraft.
Notrufnummern nicht blockieren
Eine reine Störungsmeldung gehört zum Netzbetreiber. Notrufleitungen müssen für Brände, Unfälle, medizinische Notfälle und andere akute Gefahren frei bleiben.
Wenn der Strom mehrere Stunden ausfällt
Dauert die Störung länger, solltest du deine verfügbaren Mittel bewusst einteilen.
Informationen
Prüfe in größeren Abständen offizielle Meldungen. Verlasse dich nicht auf unbestätigte Nachrichten in sozialen Netzwerken. Notiere wichtige Informationen, solange dein Handy noch funktioniert.
Wasser
Verwende vorhandenes Trinkwasser sparsam. Für die Vorratsplanung können Erwachsene mit etwa 1,5 Litern zum Trinken und zusätzlich 0,5 Litern zum Kochen pro Tag rechnen. Besondere Bedürfnisse, hohe Temperaturen, Krankheit und körperliche Belastung können den Bedarf erhöhen. Mehr zur Lagerung findest du in unserem Ratgeber zum Wasservorrat im Notfall.
Lebensmittel
Verwende bevorzugt Lebensmittel, die keine Kühlung benötigen und ohne Kochen gegessen werden können. Öffne Kühlschrank und Gefrierschrank nur, wenn es wirklich notwendig ist. Geeignete Vorräte findest du in der Übersicht zu lang haltbaren Lebensmitteln.
Wärme
Nutze warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke. Konzentriere dich bei kalten Temperaturen auf einen gemeinsam genutzten Raum. Halte Türen geschlossen, aber sorge weiterhin für ausreichende Lüftung.
Kommunikation
Vereinbare mit Familienmitgliedern feste Zeiten für kurze Nachrichten. Das spart Akku und verhindert, dass alle fortlaufend telefonieren. Ein vorher festgelegter Treffpunkt hilft, falls Mobilfunk und Internet ausfallen.
Nachbarschaftshilfe
Frage ältere, alleinlebende oder gesundheitlich eingeschränkte Nachbarn, ob sie Unterstützung benötigen. Häufig lassen sich Licht, Informationen, warme Getränke oder geladene Powerbanks innerhalb der Nachbarschaft teilen.
Wenn der Strom wieder da ist
Schalte elektrische Geräte nach und nach wieder ein. Beginne mit den wichtigsten Verbrauchern und vermeide, dass viele leistungsstarke Geräte gleichzeitig starten.
Prüfe anschließend:
- Sind Herd, Backofen und Heizgeräte ausgeschaltet?
- Funktionieren Kühlschrank und Gefrierschrank wieder?
- Gibt es ungewöhnliche Gerüche oder Geräusche?
- Zeigen Heizung oder Warmwasseranlage eine Störung?
- Sind Wasserleitungen bei Frost unbeschädigt?
- Müssen Router, Uhren oder andere Geräte neu eingestellt werden?
- Müssen Akkus, Lampen und Powerbanks geladen werden?
Kontrolliere außerdem die gekühlten Lebensmittel. Produkte, bei denen du Zweifel an der sicheren Lagerung hast, solltest du nicht mehr verwenden.
Bei Brandgeruch, Funken, Rauch oder beschädigten Geräten schaltest du den betroffenen Stromkreis ab. Besteht eine unmittelbare Gefahr, verlasse den Bereich und verständige die Feuerwehr.
So bereitest du dich auf einen Stromausfall vor
Du brauchst keine teure Spezialausrüstung. Sinnvoll ist eine überschaubare Grundausstattung, die zu deinem Haushalt passt.
Licht
Halte mehrere Taschen- oder Stirnlampen griffbereit. Lagere passende Ersatzbatterien oder lade die Akkus regelmäßig. Kerzen sollten nur eine ergänzende Lösung sein. Eine Orientierung bietet unsere Kaufberatung für Notfall-Taschenlampen.
Energie und Informationen
Sinnvoll sind:
- geladene Powerbanks
- geeignete Ladekabel
- Batterie- oder Kurbelradio
- Ersatzbatterien
- wichtige Telefonnummern auf Papier
Wasser und Lebensmittel
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, möglichst für zehn Tage vorsorgen zu können. Ein Vorrat für drei Tage ist bereits ein hilfreicher Anfang.
Wähle Lebensmittel, die du ohnehin verwendest und regelmäßig verbrauchst. Ein rotierender Vorrat verhindert, dass große Mengen ungenutzt ablaufen.
Medikamente und Gesundheit
Halte persönlich benötigte Medikamente, Verbandsmaterial und eine sinnvoll ausgestattete Hausapotheke bereit. Kontrolliere regelmäßig Haltbarkeit und Vollständigkeit. Unsere Hausapotheken-Checkliste hilft dir bei der Zusammenstellung.
Wärme und Alltag
Ergänze die Grundausstattung um:
- warme Kleidung
- Decken oder Schlafsäcke
- Hygieneartikel
- Müllbeutel
- etwas Bargeld in kleiner Stückelung
- Vorräte für Babys oder Haustiere
- einen einfachen Familien-Notfallplan
Eine umfassendere Einordnung findest du im DailyPrepper-Leitfaden zur Krisenvorsorge.
Stromausfall oder Blackout: Wo liegt der Unterschied?
Ein gewöhnlicher Stromausfall ist meist räumlich begrenzt und wird häufig innerhalb weniger Stunden behoben. Ursache können beispielsweise ein technischer Defekt, beschädigte Leitungen, Bauarbeiten oder ein Unwetter sein.
Als Blackout wird üblicherweise ein großflächiger, unkontrollierter Ausfall bezeichnet, der mehrere Netzbereiche betrifft. Kommunikation, Verkehr, Einkaufsmöglichkeiten und weitere Infrastrukturen können dann stärker beeinträchtigt sein.
Für deinen Haushalt beginnen beide Situationen zunächst ähnlich: Gefahren ausschließen, Umfang prüfen, Informationen einholen und vorhandene Ressourcen bewusst verwenden.
Häufige Fragen zum Stromausfall
Nach Angaben des BBK werden Stromausfälle in der Regel innerhalb weniger Stunden behoben. Bei großflächigen Schäden kann es im Einzelfall jedoch Tage dauern. Eine zuverlässige Einschätzung erhältst du am ehesten vom örtlichen Netzbetreiber oder den zuständigen Behörden.
Bei einer Störung des öffentlichen Netzes ist der örtliche Netzbetreiber zuständig. Betrifft das Problem nur dein Gebäude, kommen Hausverwaltung oder Elektrofachbetrieb infrage. Den Notruf solltest du nur bei einer akuten Gefahr wählen.
Das hängt vom Gerät, der Raumtemperatur, dem Füllstand und der Häufigkeit des Öffnens ab. Halte Kühlschrank und Gefrierschrank geschlossen. Nach einem längeren Ausfall müssen empfindliche Lebensmittel sorgfältig beurteilt werden.
Viele Heizungen benötigen Strom für Steuerung, Pumpen oder Gebläse. Deshalb können auch Gas-, Öl- und Fernwärmeheizungen ausfallen, obwohl der eigentliche Energieträger weiterhin vorhanden ist.
Häufig fließt zunächst weiterhin Wasser. Elektrische Pumpen und Druckerhöhungsanlagen können jedoch ausfallen. Bei längeren oder großflächigen Störungen sind deshalb Einschränkungen möglich. Warmwasser steht oft nicht zur Verfügung.
Verbrennungsgeräte dürfen nur an den vom Hersteller vorgesehenen Orten verwendet werden. Grills und ungeeignete Kocher gehören wegen Brand- und Kohlenmonoxidgefahr nicht in geschlossene Räume. Lebensmittel, die ohne Erhitzen gegessen werden können, sind die sicherere Vorsorge.
Fazit
Bei einem Stromausfall sind keine komplizierten Maßnahmen nötig. Sorge zuerst für sicheres Licht, prüfe den Umfang der Störung und schalte gefährliche Geräte aus. Halte Kühlschrank und Gefrierschrank geschlossen, spare den Handy-Akku und informiere dich über den örtlichen Netzbetreiber.
Dauert der Ausfall länger, werden Wasser, Lebensmittel, Wärme, Medikamente und verlässliche Informationen wichtiger. Ein kleiner, alltagstauglicher Vorrat und ein einfacher Notfallplan reichen aus, um deutlich ruhiger und handlungsfähiger zu bleiben.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Vorsorge und Handeln bei Stromausfall
- Verbraucherzentrale: Was tun bei Stromausfall?
- Bundeszentrum für Ernährung: Private Ernährungsvorsorge
- Deutscher Feuerwehrverband: Gefahren durch Kohlenmonoxid
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